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Ihre Gedichte gehören hierher, nicht in die Schublade!
Wir machen den Anfang und setzen ein Gedicht von Theodor Fontane rein.
Wir hoffen somit Ihre eigenen Schreibkünste angeregt zu haben und freuen uns auf Ihre selbstgeschriebenen Gedichte zu jedem Thema. Senden Sie uns Ihr Gedicht per E-Mail an: redaktion@hallo50plus.net
Alles still
Alles still! Es tanzt den Reigen
Mondenstrahl im Wald und Flur,
Und darüber thront das Schweigen
Und der Winterhimmel nur.
Alles still! Vergeblich lauschet
Man der Krähe heisrem Schrei,
Keiner Fichte Wipfel rauschet
Und kein Bächlein summt vorbei.
Alles still! Die Dorfes-Hütten
Sind wie Gräber anzusehen,
Die, von Schnee bedeckt, inmitten
Eines weiten Friedhofs stehn.
Alles still! Nichts hör ich klopfen
Als mein Herz durch die Nacht; -
Heiße Tränen niedertropfen
Auf die kalte Winterpracht.
In vielen Büchern tief vergraben,
ruhen Worte, zu Papier gebracht.
Worte, die eine hohe Weisheit haben.
Worte, über die man lacht.
Worte, die uns vieles lehren
Worte, die die Hoffnung nähren
Worte, die nach Wahrheit fragen
Worte, die viel Schönes sagen
Worte, die den Geist verführen
Worte, die das Herz berühren
Worte, die dem Frieden dienen
Worte, die die Sünde sühnen
Worte, die die Musen grüßen
Worte, einfach zum genießen.
Doch findet man im Überfluss
auch Worte die sind kein Genuss.
In den Bergen von Irgendwo (geschrieben von Rebell)
Dort, in den Bergen von Irgendwo,
dort, im Land der Illusionen,
dort, am Quell der Wahrheit,
so klar,
dort, am See der Hoffnung,
für wahr,
dort, im Tal der Träume möchte
ich wohnen.
Dort, wo die Natur das Füllhorn
der Schönheit
im überreichen Maße geleert.
Dort, wo nichts den ewigen
Lauf der Dinge stört.
Dort, wo die Tage sich reihen
im Sonnenschein,
dort ist der Fantasie Heimat,
dort möchte ich sein.
Ein neues Gedicht von unserem Mitglied Rebell
Die Feuerblume
Die Feuerblume.
Sie blüht verborgen
im ewigen Eis.
Sie birgt in sich
die Weisheit der Mystik.
Das Geheimnis vom
magischen Kreis.
Ihre Blüte,
sie erstrahlt im
feurigen Rot.
Ihr Nektar macht
Menschenherzen weit.
Sie besiegt
niemals den Tod.
Doch heilt sie die
Wunden der Zeit.
Ein schönes Gedicht - passend zur Jahreszeit (geschrieben von unserem Mitglied Rebell)
Verliebte Natur
Winter ist es.
Winterzeit.
Die Natur, sie trägt
ihr weißes Kleid.
Und ein Geheimnis,
niemals würd sie
es erzählen.
Sie möchte bald
schon mit dem
Frühling sich
vermählen.
Und dann, aus
ihrer Frühlingsliebe,
entstehen neue
Keime, Knospen, Triebe.
Und all, überall da tut
sich kund,
die Natur, sie treibt
es wieder bunt.
Ein ganz romantisches Gedicht von unserem Mitglied Rebell
Der Garten der Götter
Im Garten der Götter,
wo alles Sein beginnt.
Wo alles erblüht als
wolle es niemals enden.
Wo alles erstrahlt, als
gelte es die Schönheit
zu verschwenden.
Im Garten der Götter,
wo sich die Zeit besinnt.
Im Garten der Götter,
wo die Quelle des Werdens
die Fäden der Hoffnung spinnt.
Wo die Liebe das Leid erstickt.
Da schaue ich dich
und ich erkenne beglückt,
es ist deine bezaubernde
Schönheit,
die diesen Garten schmückt.
Ein sehr schönes Gedicht von unserm Mitglied Rebell
Der Zweifler
Ja, nun schreib ich hier,
ganz unvoreingenommen.
Ich bin zu dem Entschluss gekommen
mich anspruchsvoll zu artikulieren.
Zumindest möchte ich es probieren.
Weiß gar nicht was ich hier verloren,
bin zum Dichten nicht geboren.
Tu mich schwer in Wort und Schrift.
Führ nicht flüssig Hand und Stift.
Auch im Umgang mit der Lyrik
bin ich geistig nicht sehr rührig.
Ich reih die Worte – Wort an Wort.
Meist gelingt es nicht sofort.
So geht es mir mit vielen Dingen.
Freude herrscht wenn sie gelingen.
Nun, ich sehe auch bescheiden ein,
viele begannen doch einmal ganz klein.
Ein wunderschönes Gedichte von unserem Mitglied Ulrike.
Komm her zu mir, fürchte dich nicht.
Bei mir findest du Ruhe, ich lösche das Licht.
Wärm dich auf, schmieg dich an mich, ganz fest.
Gleich wirst du spüren, wie die Angst dich verlässt.
Lege den Kopf in meinen Schoß,
schließe die Augen, lass die Sorgen los.
Die Tränen streich ich aus deinem Gesicht.
Hörst du mein Schweigen, ich verlasse dich nicht.
Nun fühlst du dich nicht mehr allein.
Ich werde ganz nah bei dir sein.
Lass dich einfach nur fallen, ich halte dich.
Vertraue mir. Nein, niemals störst du mich.
Ich streichle dich, vergiss die Zeit.
Die Angst ist fort, die Gedanken ganz weit.
Du wirst ruhig – geborgen, sicher und warm
Schläfst du in meinem starken Arm.
Sehr schöne Gedichte von unserem Mitglied Gattopardo.
Unverständnis
Ich bitte um Ihr Unverständnis
für mich, mein Denken, mein Tun und Lassen;
keine Zustimmung bitte, geheuchelt um des Gefallens willen.
Widerspruch, Gedanken der Befreiung -
Befreiung meines Selbst!
Genug genickt,
den Rücken verbogen;
gedienert, wo am liebsten geketzt!
Das Leben Anderer gelebt -
rücksichtsvoll, brav, harmlos vertrottelt.
Verlasse diese Heuchelwelt,
ecke an, verletze die,
die selbstgerecht sich für unverwundbar halten!
Man muss mich nicht verstehen.
Trennung
Trennung bedeutet verlieren,
verlassen
ohne Wiederkehr.
Es schmerzt nur, wenn es nahe war,
am Herzen, oder gar darin.
Die Erinnerung spielt noch eine Zeit mit dieser Melodie
und schwindet dann wie ein Schatten mit schwächer werdendem Licht.
Die Katze auf der Fensterbank, scheinbar tief schlafend,
dennoch meine Nähe bemerkend.
Ein kurzes Blinzeln – Desinteresse .
Sich abwendend rollt die sich zusammen.
Ich bin ihr egal.
Der Bettler, frierend am Boden hockend.
Ein Pappschild vor den Beinstumpf gestellt,
blickt er mir hoffnungsvoll entgegen.
Betroffen lege ich eine Münze auf seine Decke,
wortlos weitergehend – unmenschlich.
Er dankt mir dennoch.
Das Mädchen, mir entgegenkommend.
Ich bewundere das Gesicht, die Jugend
die Figur, die mich träumen lässt.
Beim Näherkommen treffen sich unsere Blicke
sie lächelt freundlich - oder belustigt?
Ich drehe mich um – sie nicht.
Das Paar, Arm in Arm die Strasse hinuntergehend.
In ihre Liebe versunken nehmen sie die Umwelt nicht mehr wahr.
Ab und zu stehen bleiben,
Küsse voller Zärtlichkeit.
Mich friert.